Rasenarten & Saatgutqualität – Was du wissen solltest
Nicht jede Rasensaat ist gleich. Neben den drei Haupt-Rasenarten – Zierrasen, Spiel- und Sportrasen sowie Schattenrasen– gibt es enorme Unterschiede in der Saatgutqualität.
Rasengräser im Detail
👉 Mischungen kombinieren diese Arten für Schnelligkeit, Belastbarkeit und Optik.
Lolium perenne (Deutsches Weidelgras):Keimt schnell, sorgt für dichte Narbe und schnelle Regeneration.
Poa pratensis (Wiesenrispe):Bildet Ausläufer, macht den Rasen besonders strapazierfähig.
Festuca rubra (Rotschwingel):Feinblättrig, schnittverträglich, trockenheitsresistent.
Festuca arundinacea (Rohrschwingel):Tiefwurzelnd, hitze- und trockenheitsresistent – ideal bei Klimawandel.
Poa supina (Lägerrispe):Extrem schattenverträglich, wächst auch unter Bäumen.

Baumarkt- vs. Qualitätsrasenmischungen
Baumarktrasen: enthält oft billige Futtergräser, die grobblättrig sind und schnell unansehnlich wirken. deklariert die Inhaltsstoffe nur oberflächlich. keimt ungleichmäßig, hinterlässt Lücken → Moos und Unkraut haben leichtes Spiel. wirkt günstig, muss aber oft nach wenigen Jahren erneuert werden.
Qualitätsmischungen (z. B. RSM): enthalten ausschließlich geprüfte Rasengräser für Garten & Sportrasen. klare Zusammensetzung(Lolium, Poa, Festuca) – abgestimmt auf Standort und Nutzung. sorgen für dichten, langlebigen Rasen mit gleichmäßiger Keimung. sind zwar teurer, sparen aber auf lange Sicht Zeit, Nachsaat und Nerven.
Tipp für den Einkauf
Achte auf das RSM-Siegel (Regelsaatgutmischung): RSM ist die offizielle Abkürzung für „Regel-Saatgut-Mischung“, ein Standard, der in Deutschland vom Fachverband Deutscher Rasensamen (FLL)und unabhängigen Prüfstellen entwickelt wurde.
- Jede RSM-Mischung wird regelmäßig auf Keimfähigkeit, Reinheit, Zusammensetzung und Eignung für den jeweiligen Zweckgetestet.
- Statt billiger Futtergräser enthält sie ausschließlich geprüfte Rasengräser, die auf Belastbarkeit, Dichte, Schnittverträglichkeit und Optikgezüchtet wurden.
- Die Mischung ist exakt auf den Anwendungszweckabgestimmt: RSM 2 für Zierrasen, RSM 3 für Gebrauchs- und Spielrasen, RSM 4 für Sportrasen, RSM 5 für Schattenlagen usw.
Wer eine RSM-Mischung kauft, bekommt also verlässliche Qualität– unabhängig vom Händler oder Hersteller.
Lies die Deklaration: Steht dort etwas wie „Wiesenlieschgras“ oder „Bastardweidelgras“, ist das ein Zeichen für Billigmischungen → unbedingt vermeiden!
Wähle die Mischung passend zum Standort: Spielrasen, Zierrasen oder Schattenrasen – nicht einfach „Universalrasen“.